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Der Irak ist mit 15.095 Millionen Tonnen Erdöl, nach Saudi-Arabien (35.396 Millionen), aber noch vor Kuwait (13.024 Millionen) das Land mit den grössten Ölreserven. (Quelle: Esso (EXXON/Mobil Oil) Oeldorado.PDF) Dieser Platz als Erdölland No 2. weckt das massive Interesse der US-Ölkonzerne. Unter dem Deckmantel des "Krieges gegen den Terror" will Bush nun auch gegen ein Land vorgehen, dass selbst nach Aussagen des CIA nichts mit den Terroranschlägen vom 11. September zu tun hat. Bush kündigte seinen "Verteidigungs-Krieg" nicht ohne Grund als lang und verlustreich an, denn er hatte ein klares Ziel vor Augen: Nach den Anschlägen am 11. September bot sich ihm die einzigartige Gelegenheit, einen für Amerikas Stellung als Weltmacht existentiell notwendigen Krieg als pure ,Verteidigung gegen den TerrorismusÎ zu verkaufen. Das ein 40 Milliarden Dollar teurer Krieg gegen die Einzelperson Bin Laden jeder Logik entbehrt, sollte klar sein. Nicht nur sein Aufenthalt ist nach wie vor unbekannt, so dass die Suche nach der Nadel im Heuhaufenã ziemlich unsinnig ist, auch unzählige unschuldige Zivilopfer sind zu beklagen, und aus Krieg entsteht für gewöhnlich neuer Terrorismus. Thesen für die Unsinnigkeit des US-Vorgehens lassen sich noch beliebig weiterführen und wer unsere letzten Flugblätter gelesen hat, hat sie dort sicher schon finden können, doch hier geht es um etwas anderes. Für die USA und ihren Präsidenten Bush ist es nämlich gar nicht unsinnig, einen Krieg gegen Afganistan zu führen. |
Aufruf zu einem offensiven Antikriegs-
Komitee gegen Bushs Angriffskrieg
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36% der Bevölkerung sind gegen Bushs Krieg in Afghanistan (Infratest); diese Haltung ist momentan leider nur passiv und äußert sich nicht in regem Zulauf zu den Aktionen gegen den Krieg. Weitestgehend glaubt man wohl, die Kriegsziele der USA - angeblich das Vorgehen gegen den weltweiten Terrorismus - seien legitim. Da der Krieg und die mögliche Ausweitung auf Libyen, Libanon und andere Ölländer von der UNO genehmigt ist, halten sie ihn für einen Verteidigungskrieg.
Gelänge es, die wahren Ursachen für die US-Militäraktionen gemeinsam zu propagieren, würde die Stimmung in der Bevölkerung wohl ganz anders aussehen. |
| Kriegsursache: Öl Der Anschlag auf das World Trade Center war nur ein willkommener Anlass für die US-Regierung, ihren seit Anfang der 90-er Jahre geplanten Bau einer Erdöl-Pipeline vom turkmenischen Chardzou an die pakistanische Küste durchzusetzen. Dazu müsste sie mitten durch das von den Talibani kontrollierte Afghanistan gebaut werden. Im Kaukasusraum fördern auch Amerikas Konkurrenten Russland und China Erdöl. Russland plant sogar eine Super-Pipeline mit einer Förderkapazität von 700.000 Barrel pro Tag und droht somit, den USA den Rang abzulaufen. Dieser Druck zwingt Bush zum schnellen Handeln. Von der Pipeline hängt das Fortbestehen der amerikanischen Vorherrschaft in der Weltwirtschaft ab. Würden die USA tatsächlich gegen den Terrorismus zu Felde ziehen, müssten sie erst einmal die Ursachen für ihn beseitigen, die Bush auch beim Namen genannt hat: Kein Blut für Öl! Bei Fragen Email an christoph@kein-blut-fuer-oel.net |